Als leidenschaftlicher Kamerasammler durchforste ich ja Läden, Flohmärkte und nicht zuletzt das Web nach neuen Knipsen. In den vergangenen Monaten hat sich mein Schwerpunkt ziemlich auf das Recherchieren und Sammeln zum Thema “Low-Fi” Fotografie beschränkt. Mein treuer Begleiter auf diesen Wegen war meine Lomo LC-A. Anscheinend wirkt diese Kamera magnetisch, denn aus allen Richtungen kamen Menschen an, deren Hobby auch der analogen Fotografie galt oder die damit anfangen wollten. Schon bald war ich von Zorki-Usern, Diana Mittelformat-Mamas und “ich benutze Kameras bei denen es den Blitz zerreisst”-Freunden umgeben. Kurzum: ein Netzwerk an sehr kreativen Menschen. Jeder mit speziellen Vorlieben (so habe ich z.B. bis heute kein Foto mit meiner Diana F+ geschossen, da ich mich nicht vom Kleinbildfilm trennen kann).

Egal wohin man blickt, so kommt man in diesem Sektor nicht am Namen “LOMO” vorbei – ich selbst besitze vier Kameras mit diesem Namen. Ist es aber der Name, der die Leute an der analogen Fotografie festhalten lässt? Ist es die Marke, die diesen Kunstsektor für sich vereinnahmt? Ist man nur ein Lomograph, wenn man auch entsprechendes Equipment benutzt? Hierbei bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der mit Lomo und der Preispolitik doch recht hart ins Gericht geht. Nachzulesen: hier
Ich muss dem Autor hier in vielerlei Hinsicht zustimmen.
Viele der Lomo-Produkte sind den Preis nicht wert, den sie im Laden kosten. Der Action-Sampler ist sehr filigran (insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich der Netzanbieter ONE – heute Orange – den Action-Sampler in den 90ern als Werbgeschenk geleistet hat). Werfe ich jetzt aber einen Blick auf den derzeitigen Preis der LC-A, dann geht mir wirklich die Hutschnur hoch. 200 Euro MINIMUM. Bin ich froh, dass ich vor einigen Jahren ein altes Modell ergattert habe. Vergleicht man die LC-A nämlich mit einem der Minox 35 Modelle, dann kann sich die Importrussin schnell mal verstecken gehen.

Ich sage danke an Lomo, dass sie dazu beitragen, dass die Analogfotografie nicht ausstirbt.
Ich sage danke an Lomo, für die kreativen Ideen und die witzigen Umsätze.
Ich frage aber Lomo, womit DIESE Preise zu rechtfertigen sind?

Die Preispolitik macht allerdings erfinderisch und man macht sich auf die Suche nach Alternativen zu Lomo. Für die LC-A gibt es genug Alternativen: Minox 35 bzw. deren Plagiate. Aber vorsicht beim Kauf einer Minox: für einige Modelle wird der Batterietyp nicht mehr hergestellt. Minox bietet dafür aber einen Poweradapter an, der mit zwei Knopfzellen betrieben wird. Dieser kostet im normalen Handel ca. 30 Euro (wer eine günstige Minox findet, ist aber trotzdem noch immer gut dabei)

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