Von meinem Praktikumsgehalt meines Sommerjobs bei einer Zeitung habe ich mir meine erste Digitalkamera gekauft: eine HP Photosmart 435 – das Ding will heute niemand geschenkt Ein Jahr darauf habe ich in eine Konica Minolta Dimage Z5 investiert, die mich bis 2009 begleitet hat und mit der ich auch meine ersten Versuche mit Kunstlicht gemacht und das erste Mal den Automatikmodus verlassen habe. Um 2006 herum habe ich dann von einem Kollegen eine gebrauchte Canon EOS 10D und somit meine erste digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft. Seither bin ich der Marke treu geblieben und durfte sie in Österreich auch einige Zeit lang als PR Consultant beraten.

Never change a winning Team

Über die mehr als 10 Jahre war ich mit Canon absolut zufrieden (abgesehen davon, dass ich mir im Vorfeld viel von der ersten EOS M erwartet habe, die sich allerdings als Griff ins Klo entpuppt und meinen Glauben an Canon das erste Mal ins Schwanken gebracht hat). Dieses Jahr bin ich aber fast vom Glauben abgefallen, als Canon mit der R-Serie auf den Markt gekommen ist und die EOS Serie noch immer nicht im Stande ist, Videos in 4K aufzunehmen. Sony hatte mich schon fast um den Finger gewickelt, aber ich wollte mir meinen Objektivfuhrpark und mein Zubehör nicht neu aufbauen bzw. die alten Sachen “wegen Systemwechsels” unter Preis verkaufen. Ein derartiger Systemwechsel hat mir auch meine jetztige First Lady genannt Canon EOS 6D Mark 2 beschert. Hätten Zeit und Preis nicht so gut gepasst, würde ich heute wohl Akkus für eine Sony A7III kaufen.

Kritik an Canon bleibt trotzdem nicht aus

Obowhl mein GAS momentan befriedigt ist, muss ich doch sagen, dass ich nicht zu 100% glücklich bin. Meines Erachtens nach hat Canon zu große Preisunterschiede bei zu kleinen Verbesserungen. Da das Filmen für mich jetzt nicht mehr ganz uninteressant ist, war mir der hochgelobte Dual Pixel CMOS AF wichtig, der sowohl in der 6D Mark 2, als auch in der 80D verbaut ist. Aber: in FullHD keine 60 Frames hinbekommen. Mein liebes Lieschen – das ist aber echt mager. Andererseits ist es klar, dass sich Canon nicht das Geschäft mit den eigenen Cinema Kameras kaputtmachen möchte.

Erster Feldversuch mit der 6D

Vor einigen Wochen war ich beruflich für 10 Tage in Deutschland unterwegs. Für unsere Fotos habe ich die 6D Mark II auf ihre Jungfernfahrt mitgenommen. Gemeinsam mit dem Batteriegriff und dem Sigma 24-70mm F2,8 DG OS HSM Art hängt da schon ordentlich Gewicht am Gurt. Allerdings musste ich in den 10 Tagen keinen Akku wechseln. Was ich besonders zu schätzen gelernt habe, war die WiFi Funktion der Kamera, um mir schnell Fotos auf’s Smartphone zu ziehen für Instagram Posts etc. Das 24-70 ist sowieso seit jeher mein Immerdrauf, nur hat es sich inzwischen weiter verbessert. Am Crop hatte ich bei 70mm immer das Gefühl, dass mir ein paar Milimeter für die optimale Portraitbrennweite fehlen. An der Vollformat komischerweise nicht.

Ich bin nach den ersten Testfotos bei available Light wirklich sehr zufrieden mit der Kamera. Spannend wird es sicherlich bei Konzertaufnahmen, wenn ich den ISO ordentlich pushen muss.

Im Anhang noch ein paar Bilder zum Vergleich:

Gemacht mit Canon 10D und Aufsteckblitz, Sigma 24-70mm ca. 2006

6D Mark II, available Light mit Sigma 24-70mm, 2019

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