Seit den rund 15 Jahren, in denen ich jetzt mit Bässen zu tun habe, ist das Thema erst in den letzten 2-3 Jahren bei mir aufgekommen. Ok, ich hatte vor 7 Jahren mal einen MIJ Mosrite/Ventures Copy Bass, aber ich kann mich nicht erinnern, den Bass jemals am Gurt getragen zu haben. Der Bass wurde meist im Sitzen gespielt und der Kaufanreiz war damals der Preis, der 20 Euro betrug. Trotzdem ich ihn Jahre später um mehr als das 10fache wieder verkauft habe tut es mir um diesen Bass leid. Die Saitenlage war ein Traum und auch der Sound war super. Egal, alte Kamellen.

Der nächste Shortscale kommt ins Haus

Vor rund 2 Jahren ist mir ein Epiphone EB-0 in die Hände gefallen und es hat mir echt Spaß gemacht, den Bass zu schnappen und ein wenig darauf zu zupfen – ohne angeschlossenen Verstärker. Am Amp war ich nie zufrieden mit dem Sound. Aber das hat mich auch nicht wirklich verwundert, denn das ist meist die erste Kritik, die man liest, wenn es um diesen Bass geht. Also wieder weg damit. Dazwischen hat ein oder zwei Mal nochmal der EB-0 (einmal in der Form eines umgebauten Monsters mit Sidewinder Humbucker und Rickenbacker PU-Konfiguration) mein Haus betreten, hat es aber genauso schnell wieder verlassen, weil ich ein gutes Angebot dafür erhalten habe.

Liebe die SG Form

Ich liebe die Form der SG und ich denke gerne zurück an das Feeling meiner Epiphone SG Gothic, aber was mich immer störte: der Neckdive. Auf Dauer war die Gitarre für mich nicht spielbar. Beim Bass sah das anders aus. Ich liebe meine SG Viper – bei diesem Bass kann man richtig zulangen. Allerdings ist sie kein “Klassiker”.

Durch Zufall fand ich neulich einen no name “SG Bass” für einen Preis von 50 Euro. Kurz nachgedacht: für einen EB-0 müsste ich mit Glück 120 ausgeben. Einen EB-3 unter 200 ist auch utopisch und auch die Kopien von Cimar etc. werden derzeit zu diesen Preisen gehandelt. Es war also nicht schwer für mich:

  • die Gelegenheit
  • der Preis
  • der Bass hat 2 Mini Humbucker Pickups

Da kein Markenname auf dem Bass steht und die Seriennummer auf dem Sticker nicht mehr zu lesen ist, kann über den Bass nur spekuliert werden. Schätze aber, dass der Bass irgendwann in den 70ern in einem japanischen Werk das Licht der Welt erblickt hat. Bislang kommt dieser Bass hier, meinem noch am Nächsten.

Leider hatte der Bass schon riesige Brüche im Halsbinding, in denen man die linke Spielhand ordentlich verletzen konnte. Also das alte Binding entfernt und schwarzes Binding aus der Ersatzteilbox rausgekramt und angebracht. Oooooh, gleich ein anderes Spielgefühl. Leider hatte ich nur Binding da, das dicker, als das ursprüngliche war. Egal: bei einem neuen Fretjob wird sowieso das gesamte Binding getauscht und es ist ein rein ästhetischer Aspekt, der den Wert des Basses nicht mindert.

Der Sattel war nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Überlegung: bisherigen Sattel mi der Backpulver/Superkleber-Methode wieder auffrischen, oder den Sattel tauschen? Da ich noch einen Sattel aus Kunstknochen da hatte, hab ich ihn einfach gewechselt.

Was soll ich sagen: ich mag den Bass. Der Klang ist gut und vielseitig. Nur die E-Saite klingt zumindest trocken etwas “dumpf”.

Pin It on Pinterest