Content ist King! Das hat man vor einigen Jahren schon gelesen und noch immer tönt dieser Schlachtruf aus den Mündern vieler Marketer. Aber stimmt das noch in einer Zeit, in der jeder Mensch ein Medienzentrum in der Hosentasche hat? Ist Videocontent Gott?

YouNow und Co.: Videocontent für die Generation Hartz?

Ich denke über Textcontent haben wir in den letzten Jahren genug debattiert. Momentan beschäftigte ich mich eher mit (Bewegt)bildinhalten und bin froh, dass ich mit meiner Spiegelreflex beides in hoher Qualität erstellen kann. Andererseits stelle ich mir inzwischen immer wieder die Frage: braucht es diese Qualität überhaupt? Schließlich zählt doch der Moment.

Plattformen, wie Youtube, YouNow, Twitch und Google Hangouts bieten hierfür den perfekten Nährboden.

Videocontent: Reichsbürger und Flacherdler vereinigt euch. Chemtrails olé!

Re-Uploads, Aufzeichnungen von Streams überschwemmen derzeit die Videoportale. Kein Wunder, dass sich mehr und mehr Schwurbler und Verschwörungstheoretiker, Revisionisten und Reichsbürger/Reichsdeutsche dieser Kanäle bedienen, um der “Lügenpresse” gegenzuhalten.
Fassen wir zusammen:

  • der Videocontent wächst schneller denn je und oft wird Content-Recycling betrieben
  • die Qualitätsschwankungen sowohl des Contents, als auch der Produktion sind enorm
  • Videoinhalte entbehren oftmals jeglicher faktischer Grundlage, werden aber als “Fakten” verkauft (Russia Today usw.)
  • Die Menge an “Unterhaltung” steigt
  • Die Menge an “Information” steigt
  • Es entwickeln sich neue Geschäftsmodelle (Berufswunsch: Youtuber)

Die Frage die sich stellt: Quo vadis Qualitätscontent?

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