Wenn es um Portraits geht, dann ist 85mm meine Lieblingsfestbrennweite. Bisher war das EF 85mm f/1.8 USM (469,99 Euro*) hier ein treuer Begleiter. Mit dem Wechsel auf die Canon EOS R und damit das RF Bajonett, habe ich mich auch nach einem passenden Objektiv umgesehen. (Ich möchte aber gleich betonen, dass das EF mit dem geeigneten Adapter auch an der Canon EOS R einen guten Dienst tut).

Da Canon anscheinend Drittanbietern, wie Sigma den Zugang zum RF Bajonett nicht ermöglicht/erschwert, gibt es leider noch einen sehr überschaubaren Markt an Alternativen. Ich selbst habe nur zwei gefunden, die anscheinend Reverse Engineering betrieben haben. Also habe ich mich mit diesen drei Objektiven befasst

*Preis zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels

Ich muss sagen, dass mich das Canon RF 35mm 1.8 IS Macro STM (549 Euro*) schon schwer begeistert hat und deswegen habe ich mir auch die Reviews zum 85mm Bruder angesehen. Allerdings scheint der Preis des Objektivs immer weiter zu steigen/gestiegen zu sein (was nicht verwunderlich ist). Auf jeden Fall waren die Reviews nicht so überzeugend und der Tenor war mehr oder minder: wenn du das EF hast, dann reicht das völlig aus. Die Reviews zwischen Viltrox und Yongnuo waren ziemlich ausgeglichen. Also musste ich ins kalte Wasser springen.

Yongnuo hat das Rennen gemacht.

 

Yongnuo kenne ich noch aus den Zeiten, als ich mit Speedlites fotografiert habe. Dort hat die Marke ein enormes Tempo hingelegt und wirklich gute Blitze zu einem attraktiven Preis angeboten. Zuletzt habe ich mitbekommen, dass sie Canon Festbrennweiten, wie das legendäre Nifty Fifty nachgemacht haben.

Warum ich mich für Yongnuo entschieden habe, mag prophan klingen, war aber für mich ein wichtiges Feature: im AF Modus kann das Fokusrad mit einer Funktion belegt werden. Das mag ich an den RF Objektiven und das mag ich an meinem EF auf RF Adapter. Am Objektiv regle ich den ISO Wert, während die Wahlräder an der Kamera für Blende und Verschlusszeit genutzt werden.

Erster Eindruck

Das Objektiv fühlt sich sehr robust an. Was gleich auffällt: es verfügt über einen USB-C Input für mögliche Firmware Updates (bislang gab es für das Objektiv allerdings noch keines). Der Anschluss ist “tight and snug”. Der Fokusring arbeitet wirklich smooth und gibt in der richtigen Stelle auch haptisches Feedback durch einen “Klick”. Allerdings muss ich den Ring mehr drehen, um den selben Funktionsumfang (ISO-Wert) zu erreichen, wie es beim RF Objektiv oder Adapter von Canon der Fall ist.

Ab ins Licht

Das Objektiv kam gerade rechtzeitig an, um es für ein anstehendes Shooting einzupacken. Leider konnte ich es vorher nicht testen. Aber wie es so oft ist: ein gutes Model gibt auch Selbstvertrauen und bei Anna war ich mir sicher: selbst, wenn das Objektiv (oder ich in der Bedienung) versagen sollte, werde ich trotzdem genug großartige Fotos mit nachause nehmen. Ohne Rücksicht auf Verluste habe ich das Objektiv angeschlossen und es hat wirklich Spaß gemacht. Das Objektiv ist wirklich sehr ausbalanciert mit dem Body, fühlt sich gut an und ich finde, dass sich auch die Ergebnisse sehen lassen können. Hier ein paar Beispiele.

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